Getriebeöle API GL 5

Hypoidverzahnte Achsantriebe, die einen bestimmten Achsversatz überschreiten, benötigen besonders hoch legierte Getriebeöle. Je größer der Achsversatz beim Hypoidantrieb, desto höher steigt der Anspruch an das Getriebeöl.

Gegen Verschleiß setzt man Getriebeöle mit einem sehr hohen Anteil an EP-Zusätzen ein. Diese Zusätze reagieren temperaturabhängig mit den Metalloberflächen und bilden Schutzschichten, die den Kontakt Metall-zu-Metall verhindern. Dieser Getriebeöltyp ist für die meisten Hypoidantriebe, insbesondere für Hinterachsantriebe, absolut erforderlich. In synchronisierten Handschaltgetrieben ist er aber oft nicht einsetzbar, weil wegen der EP-Oberflächenaktivität die Synchronringe, die einen bestimmten Reibwert für ihre Funktion brauchen, eingeglättet werden. Zu glatte Synchronringe führen bei der Synchronisation zum Durchrutschen, verbunden mit Schaltschwierigkeiten.

Eine wichtige Kenngröße für Hypoidgetriebeöle ist außerdem eine bestimmte Mindestviskosität, in Mitteleuropa allgemein SAE 85 W-90.


Getriebeöle API GL 4

Synchronisierte Handschalt-Getriebe sowie bei frontgetrieben Fahrzeugen oft in derselben Baueinheit befindliche hypoidverzahnte Achs-Getriebe mit geringem Achsversatz werden mit Getriebeölen dieser Leistungsklasse versorgt. Gefordert wird ein Öl, das einerseits die normal belasteten Zahnflanken vor Verschleiß schützt, andererseits an den Synchronringen den erforderlichen Reibwert nicht unterschreitet.

Liegt der Reibwert zu hoch, führt dies zu ruckartigem Schalten, bei zu niedrigem Reibwert rutscht der Synchronring durch und verhindert unter Umständen den Schaltvorgang. Getriebeöle API GL 4 sind niedriger legierte Öle als solche, die API GL 5 entsprechen. In Mitteleuropa werden in Handschalt-Getrieben mit Achsantrieb überwiegend die Viskositäten SAE 80 W und 75 W-90 eingesetzt.


Getriebeöle für Sperrdifferentiale

Es handelt sich um Sonderprodukte, die in ihrer Additivierung und damit in ihrem Reibverhalten ganz exakt auf Sperrdifferentiale mit Lamellen und / oder Gleitsteinen ausgelegt sind. Die Einsatzvorschriften der Fahrzeughersteller bzw. Getriebehersteller sind unbedingt zu beachten, da sonst Funktionsstörungen auftreten können.


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