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Qualitäten
Bezüglich des Schwefelgehaltes sind nach DIN 51 603-1 zwei Qualitäten festgelegt:
Heizöl EL (schwefelarm) - Schwefelgehalt max. 50 mg/kg
Heizöl EL (Standard) - Schwefelgehalt über 50 mg/kg bis 0,20 Gew.-%
Für den Einsatz des jeweiligen Produktes in den verschiedenen Brennersystemen sind die Vorgaben des Herstellers maßgeblich.
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Zusammensetzung
Die DIN 51 603-1 schreibt vor, daß Heizöl EL ein reines Produkt aus der Mineralölverarbeitung ist, das vorher zu keinem anderen Zweck eingesetzt worden sein darf. Aufgearbeitetes Altöl und Beimischungen von chlorhaltigen Stoffen sowie anorganischen Säuren sind daher im Heizöl EL nicht enthalten. Seine Hauptbestandteile sind Kohlenstoff mit einem mittleren Masseanteil von 86,5 % und Wasserstoff mit einem mittleren Masseanteil von 13,3 %.
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Energieinhalt / Verbrennungseigenschaften
Heizöl EL ist ein leichtflüssiger und aschefreier Brennstoff. Durch einen definierten Siedeverlauf wird die Verdampfbarkeit und damit das gute Brennverhalten von Heizöl EL gewährleistet. Die Wirtschaftlichkeit des Heizöls wird durch eine Untergrenze für den Heizwert von 42,6 MJ/kg (in Verbindung mit einem günstigen Marktpreis) sichergestellt. Im Zusammenhang mit Ölbrennwerttechnik ist der um ca. 6 % höhere Brennwert von Interesse.
Bei herkömmlichen Gelbbrennern können aus unterschiedlichsten Gründen mit zunehmender Betriebsdauer erhöhte Rußzahlen und Rußbeläge im Kessel auftreten. Durch Einsatz von sogenannten Verbrennungsverbesserern (® Additive) kann der optimale Zustand einer Heizungsanlage hinsichtlich Verbrennung über einen längeren Zeitraum gehalten werden.
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Stabilität
Ein stabiler Brennstoff zeichnet sich dadurch aus, daß sich seine Eigenschaften nicht verändern. Unterschieden werden Veränderungen der Produkteigenschaften im zeitlichen Verlauf (Lagerstabilität) und Veränderung der Eigenschaften bei erhöhter Produkttemperatur (Thermische Stabilität).
Die mögliche Instabilität beinhaltet ein Vielzahl chemischer Reaktionen, u. a. auch Oxidationsreaktionen. Hierbei erfolgt die Bildung von in Heizöl EL unlöslicher Feststoffe. Durch Zugabe bestimmter Additive läßt sich die Stabilität von Heizöl EL verbessern.
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Lagerstabilität
Die Anforderungen an die Lagerstabilität sind dadurch, daß der spezifische Jahresverbrauch der Kunden gesunken ist, höher geworden. Die Vorräte des Verbrauchers reichen bei gleichem Lagervolumen heute deutlich länger als in der Vergangenheit. Abhängig von den Lagerungsbedingungen (Einwirkung von Licht, Sauerstoff, Wärme, Buntmetalle) können sich in Alterungsprodukte bilden. Werden diese vom Brenner angesaugt, kann es zu einer Verringerung der Betriebssicherheit bzw. zu Anlagenstörungen kommen.
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Thermische Stabilität
Moderne Brenner- und Heizkesselsysteme sind für den Einsatz von Heizöl EL nach DIN 51 603-1 ausgelegt. Um die steigenden Anforderungen an die Energieausnutzung und den Schadstoffausstoß zu erfüllen, werden vielfach Feuerungssysteme eingesetzt, die eine Erwärmung des Heizöles bewirken. Hierdurch kann es zu einer verstärkten thermischen Beanspruchung des Heizöles kommen und in einzelnen Fällen zur Bildung von Ablagerungen im Bereich des Ölvorwärmers und der Öldüse.
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Fließfähigkeit
Die freie Fließfähigkeit des Heizöls vom Lagertank zum Brenner muß gewährleistet sein. Die Fließfähigkeit von Heizöl EL wird über die physikalischen Größen Viskosität, Cloudpoint (CP) und Cold Filter Plugging Point (CFPP) beschrieben.
Bei der Abkühlung von Heizöl EL unterhalb einer bestimmten Temperatur (Cloudpoint) bilden sich Paraffinkristalle, die zu einer Blockierung von Filtern und damit zu Anlagenstörungen führen können. Durch Zugabe bestimmter Additive, sog. Fließverbesserer wird eine Beschränkung der Kristallgröße und damit eine Verminderung der Gefahr der Verstopfung von Filtern und engen Rohrleitungen erreicht.
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