Was ist dran an der Behauptung, man solle in der Einfahrphase besser kein synthetisches Öl benutzen?
Es spricht überhaupt nichts dagegen, von Anfang an synthetische Motoröle in 4T-Motoren einzusetzen. Immer mehr Automobilhersteller füllen synthetische Öle bereits am Fließband in die Motoren.
Der immer wiederkehrende Einwand gegen synthetische Öle beruht auf der Annahme, dass diese so gut schmieren, dass der Einlaufvorgang damit zu sehr verlängert würde. Das trifft bei modernen Motoren nicht zu.
Versuche im Motorprüffeld der Aral Forschung haben gezeigt, dass der Einlaufvorgang eines Motors in erster Linie von dem Fahrprofil beeinflusst wird. Außerdem sind aufgrund der modernen Bearbeitungsverfahren und der zur Verfügung stehenden Materialien heutige Motoren längst nicht mehr so empfindlich bezüglich des Einlaufens, wie es früher der Fall war.
Wenn Motorenhersteller ab Werk ein Mineralöl einfüllen liegen die Gründe eher nicht im technischen, sondern überwiegend im ökonomischen Bereich.
Synthetische Motoröle sind wegen ihrer hervorragenden Temperaturstabilität und wegen ihres sehr guten Ansprechverhaltens auf die chemische Additivierung Mineralölen in vielen Leistungskriterien überlegen. |